Foto-Tour: Dittelsdorf (Sachsen)

Dittelsdorf
Pfingsten, 2003
Besuch bei den Eltern

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Externe Links

* Homepage der Gemeinde Dittelsdorf

* Die Geschichte des Ortes

* Site von Jens Höhne, ein Dittelsdorfer in China!

* Dittelsdorf wurde 2002 Ortsteil von Hirschfelde  :-(

Tour-Beschreibung

Mein Geburtsort: Dittelsdorf, Landkreis Zittau-Löbau, Sachsen, Ex-DDR, im 3-Länder-Eck Deutschland / Polen / Tschechien. - Das ist noch 100 km östlich hinter dem "Tal der Ahnungslosen", wie das Elbtal bei Dresden zu DDR-Zeiten im Volksmund bezeichnet wurde.

Dennoch, schon sehr früh gab es selbst hier 5 empfangbare Fernsehprogramme, wie es damals noch z.B. im Raum Berlin der Fall war. Konkret hieß das seinerzeit in dieser Gegend: DDR 1, ČSSR 1, ČSSR 2, Polen 1, Polen 2. - Mutige konnten, manchmal und bei gutem Wetter, mit Antennensystemen von 2 oder 4 Antennen zu jeweils bis zu 6 m Länge pro Einzelantenne plus Antennenverstärker, im Rauschen vereinzelte Signale aus der freien Welt, z.B. über TV-Kanal 2 (Antennendipol = 2,50 m!) vom Bayrischen Ochsenkopf, empfangen.

Nun, was bietet der Ort? Dittelsdorf, eine kleine Gemeinde mit heute weniger als 1000 Seelen, hat eine reiche Geschichte. Der Ort wurde 1369 erstmalig urkundlich erwähnt und ist somit weit über 600 Jahre alt. Die Einweihung des Schulhauses erfolgte im Jahr 1369. Selbst die mächtige Linde vor der Schule (Bilder 3 und 4) hat schon weit über 100 Jahre überlebt. (Sogar Attentate mit Unkrautvernichtungsmitteln konnten sie bisher nicht endgültig umbringen.) Erwähnenswert ist auch, dass im Nebenort Hirschfelde, d.h., etwa 1 km vor der Ortsgrenze Dittelsdorfs, Napoleon 1813 sein Quartier aufgeschlagen hatte.

Zum Zittauer Gebirge (Bild 11 mit dem Hochwald am Horizont), das verschiedenste Gebirgsformen (Vulkane, Faltengebirge, Sandstein) miteinander vereinigt und das sich somit als recht abwechslungsreich darstellt, ist es nicht weit.

Eine der wesentlichen Erwerbsquellen in Dittelsdorf ist nach wie vor die Landwirtschaft, wie man auch aus den Bildern ersehen kann. Ebenso hat die Textilverarbeitung eine sehr lange Tradition in der Region. Früher stand in sehr vielen Häusern ein Webstuhl. Aus der Tatsache heraus, daß die Schwingungen im Gebäude aufgefangen werden mußten, entstanden die für die Gegend recht typischen Umgebindehäuser, siehe auch Bilder 1 und 3. Im Nachbarort Hirschfelde entstand die Flachspinnerei (Bild 14).

Im 20. Jahrhundert bildeten sich noch weitere Wirtschaftzweige heraus. In Hirschfelde wurde das erste deutsche Großkraftwerk gebaut, von dem die Maschinenhalle (Bild 16) bis heute als Museum erhalten ist. Das polnische Kraftwerk Turow (Bild 17) auf der anderen Seite der Neiße ist jedoch noch immer in Betrieb und bezieht seine Braunkohle weiterhin aus dem benachbarten Tagebau, der systematisch die Landschaft frißt (Bilder 18-19). - Für viele benachbarte Orte in der Oberlausitz (Sachsen) hingegen kam die politische Wende '89 gerade noch rechtzeitig, da sie im Einzugsgebiet des damals modernen Großkraftwerks Hagenwerder lagen, das inzwischen ebenfalls stillgelegt wurde. - Aber die Gier der Menschheit nach Energie wird m.E. wohl auch deren Schicksal früher oder später doch noch besiegeln. - Hier verspricht die Energiegewinnung aus alternativen, regenerierbaren Quellen (Bild 13, Radgendorf) vorerst nur zaghafte Hoffnung.

Ferner besitzen die Chemie und die Stahlveredlung eine Bedeutung für die Region. In Hirschfelde konnte die Firma Fettchemie die Zeit der Wende bis heute überstehen (Bild 15 links). In der Ferrolegierung wurden neben Branntkalk und Druckgasen (Sauerstoff, Stickstoff, Edelgase, etc.) z.B. Ferrochrom und Ferrosilizium (Fesi) für die Stahlveredlung hergestellt.

Der kurze Überblick über Dittelsdorf selbst endet mit ein paar Aussichten vom Steinberg (ab Bild 17), einem grösseren Hügel vulkanischen Ursprungs. Er war in der Kindheit immer ein beliebtes Ausflugsziel, wo man klettern und verschiedenen Unsinn treiben konnte. In früheren Zeiten wurden hier Granitblöcke gebrochen, inzwischen wurde der Berg jedoch wieder weitestgehend aufgefüllt.

Am Abschluss der Fototour folgen Aufnahmen von ein paar einheimischen Vögeln.

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Letzte Änderung:
09.08.2003